applicationContext = Production

Julius-Wess-Preis für Robert Klanner

Das Max-Planck-Institut für Physik (MPP) beglückwünscht Prof. Robert Klanner (Universität Hamburg, DESY) zum Julius-Wess-Preis 2016. Klanner erhält die renommierte Auszeichnung für seine grundlegenden Beiträge zur Entwicklung von Silizium-Mikrostreifendetektoren – einer Technologie, mit der bahnbrechende Erkenntnisse in der Teilchenphysik überhaupt erst möglich wurden. Diese Arbeiten leistete er in den frühen 1980er Jahren als Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik, dem Vorgänger des MPP. Daraus resultierte auch die Gründung des heutigen Halbleiterlabors der Max-Planck-Gesellschaft.

Prof. Dr. Robert Klanner (Foto: KIT)

Die von Robert Klanner und seinen damaligen Kollegen entwickelten Siliziumchips sorgten für einen Durchbruch in der Hochenergiephysik: Dank präziser Sensortechnik konnten Wissenschaftler erstmals Zerfälle von Hadronen aus schweren Quarks genau untersuchen. Die Technologie legte darüber hinaus auch den Grundstein für hochauflösende Siliziumdetektoren, die heute im ATLAS- und im CMS-Experiment am Large Hadron Collider (LHC) zum Einsatz kommen.  

Der nach dem theoretischen Physiker Julius Wess – von 1990 bis 2002 Direktor am MPP – benannte Preis wird vom KIT Centrum für Elementarteilchen- und Astrophysik für herausragende theoretische oder experimentelle wissenschaftliche Leistungen vergeben. Robert Klanner nimmt die Auszeichnung am 3. März 2017 entgegen.