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Die Vertragsunterzeichnung für das neue Max-Planck-Center (von links): Yu-tin Huang (NTU, stellvertretender Co-Direktor), Daniel Baumann (NTU, Co-Direktor), Wen-Chang Chen (Präsident der NTU), Claudia Felser (Vizepräsidentin der MPG), Johannes Henn (MPP, Co-Direktor) und Matias Zaldarriaga (IAS, stellvertretender Co-Direktor); Foto: Tsu-Ying Chiang

Die Vertragsunterzeichnung für das neue Max-Planck-Center (von links): Yu-tin Huang (NTU, stellvertretender Co-Direktor), Daniel Baumann (NTU, Co-Direktor), Wen-Chang Chen (Präsident der NTU), Claudia Felser (Vizepräsidentin der MPG), Johannes Henn (MPP, Co-Direktor) und Matias Zaldarriaga (IAS, stellvertretender Co-Direktor); Foto: Tsu-Ying Chiang

Max Planck Center für Teilchenphysik, Kosmologie und Geometrie feierlich eröffnet

Am 1. September 2025 wurde das neue Max Planck–IAS–NTU Center für Teilchenphysik, Kosmologie und Geometrie feierlich eröffnet. Der Festakt in Taipeh brachte hochrangige Repräsentant:innen der Max-Planck-Gesellschaft, des Institute for Advanced Study (IAS, Princeton, USA) und der National Taiwan University (NTU, Taipeh, Taiwan), zusammen. Dazu zählten Claudia Felser (Vizepräsidentin der Max-Planck-Gesellschaft), Eiichiro Komatsu (Direktor am Max-Planck-Institut für Astrophysik) sowie Yen-Ping Hsueh (Direktorin am Max-Planck-Institut für Biologie).

Höhepunkt der Veranstaltung war die feierliche Übergabe des von Claudia Felser und dem NTU-Präsidenten Wen-Chang Chen unterzeichnete Abkommen. Es folgten Adressen der Co-Direktoren des Max Planck Centers (MPC) Johannes Henn (Max-Planck-Institut für Physik) und Daniel Baumann (NTU) sowie des stellvertretenden Co-Direktors Matias Zaldarriaga (Richard Black Professor am IAS). In ihren Ansprachen unterstrichen sie die Bedeutung und das Potenzial des ambitionierten Forschungsverbundes, der Teilchenphysik, Kosmologie und Mathematik in einzigartiger Weise zusammenführt.  

„Das MPC vereint Fachwissen aus den Bereichen Teilchenphysik, Kosmologie und Mathematik unter einem Dach“, sagt Daniel Baumann. „Wir haben uns das Ziel gesetzt, eine gemeinsame Sprache zu schaffen, um das Universum über alle Maßstäbe hinweg zu verstehen.“ 

„Die Abteilung Quantenfeldtheorie am Max-Planck-Institut für Physik in Garching hat sich dem Exzellenzgedanken verschrieben. Unser Ziel ist, begabten Forschungsnachwuchs zu identifizieren und die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen. Dieses Engagement können wir jetzt vertiefen, indem wir unsere Aktivitäten in ein weltweites Exzellenznetzwerk einbinden“, ergänzt Johannes Henn. 

Forschungsziele und Programm des neuen Centers

Die Theorien, mit denen Forschende das Universum auf den kleinsten (Teilchenphysik) und größten Skalen (Kosmologie) beschreiben – vom Standardmodell bis zur Allgemeinen Relativitätstheorie – gelten jeweils als äußerst erfolgreich. Doch sie sind untereinander nicht vereinbar. Das MPC soll dazu beitragen, diese Lücke zu schließen und ein umfassenderes Verständnis für das Universum zu erlangen.  

Teilchenphysik befasst sich mit den fundamentalen Bausteinen der Materie auf subatomarer Ebene, während die Kosmologie die Struktur und Entwicklung des Universums als Ganzes untersucht. In den letzten Jahren wurden überraschende Verbindungen zwischen Teilchenphysik, Kosmologie und Geometrie entdeckt. Durch die Integration dieser drei Disziplinen verspricht das neue Zentrum Erkenntnisse, die aus der Perspektive einzelner Fachgebiete nicht zugänglich wären.

Der Forschungsbetrieb begann bereits einige Monate vor der feierlichen Eröffnung im Juli 2025. Die erste Förderperiode umfasst fünf Jahre. Die Auftaktkonferenz ist vom 16. bis 20. März 2026 am IAS geplant.