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Symbolbild für Trauer: Mohnblüte in Grautönen

Bild: Heike Faber

Nachruf auf Prof. Dr. Norbert Schmitz

Das Max-Planck-Institut für Physik trauert um Prof. Dr. Norbert Schmitz, emeritiertes Wissenschaftliches Mitglied und langjähriger Direktor des Institutes. Der international hoch angesehene Physiker verstarb am 12. Januar 2026 im Alter von 92 Jahren.

1971 wurde Prof. Dr. Norbert Schmitz zum Direktor des Institutes berufen. Bis 2001 war er maßgeblich an der experimentellen Erforschung der Eigenschaften von Elementarteilchen und ihrer Wechselwirkungen beteiligt. Bereits in jungen Jahren avancierte Prof. Dr. Norbert Schmitz zum anerkannten Forscher: Nach dem Physikstudium in Göttingen und einem Forschungsaufenthalt in Berkeley (USA) promovierte er 1961 an der LMU in München. Von 1961 bis 1969 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik, dem Vorläufer unseres heutigen Institutes. 

1965 habilitierte er an der Technischen Universität München (TUM), 1969 wurde er zum Wissenschaftlichen Mitglied des Institutes ernannt. Er führte seine experimentelle Arbeit in allen entscheidenden internationalen Kollaborationen an Teilchenbeschleunigern durch, sowohl in Europa (CERN, DESY) als auch in den USA (Berkeley, Fermilab, Brookhaven). Als ideenreicher Grundlagenforscher erzielte er wissenschaftliche Durchbrüche, wie den Nachweis eines bis dato unbeobachteten Materiezustandes, dem sogenannten Quark-Gluon-Plasma.

Parallel zu seiner Forschertätigkeit widmete sich Prof. Dr. Norbert Schmitz den nachfolgenden Generationen und hielt bis zum Jahr 2000 regelmäßig Vorlesungen am Physik-Department der TUM. 1997 publizierte er das Lehrbuch „Neutrinophysik“ (Teubner Verlag, Stuttgart).

Das Max-Planck-Institut für Physik verabschiedet sich in Trauer und wird Norbert Schmitz in dankbarer und bleibender Erinnerung behalten.