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Elektron-Positron-Beschleuniger: Strategien für die Präzisionswerkzeuge der Zukunft

Am 2. und 3. Mai 2016 findet am MPP ein Workshop statt, bei dem Konzepte für künftige Elektron-Positron-Beschleuniger diskutiert werden. Diese Beschleuniger bringen Materie und Antimaterie-Teilchen zur Kollision und sind eine wichtige Ergänzung zum Large Hadron Collider (LHC). Ziel dieses und der folgenden Treffen ist es, sich auf eine gemeinsame Linie in der deutschen Hochenergiephysik zu verständigen.

Grafik: Anne Bauer Design, Frank Simon, DESY

Wenn es um hohe Energien geht, ist der LHC der unangefochtene Spitzenreiter unter den Teilchenbeschleunigern – mit nahezu Lichtgeschwindigkeit prallen hier Protonen auf Protonen. Doch die Wucht der Kollision erzeugt einen wahren Scherbenhaufen an neuen Teilchen; die Analyse dieser Zerfallsprodukte ist äußerst aufwändig.

Deutlich präzisere Ergebnisse lassen mit Zusammenstößen von Elektronen und ihren Antiteilchen, den Positronen erzielen. Die Materie- und Antimaterieteilchen vernichten sich gegenseitig und verwandeln sich in Energie. Daraus entstehen neue Teilchen. Die Kollisionen von Elektronen und Positronen produzieren nur wenig Teilchen-"Ausschuss" – anders als die beim LHC verwendeten Protonen.

Dies hat zur Folge, dass sich die Ereignisse einfacher und genauer auswerten lassen. Auf dem Workshop diskutieren internationale Fachleute die konzeptionellen und technischen Möglichkeiten für die Elektron-Positron-Beschleuniger der Zukunft – auch als Grundlage für eine gesamteuropäische Strategie, die bis 2018 erarbeitet werden soll.

 

Kontakt:
Prof. Dr. Siegfried Bethke
Max-Planck-Institut für Physik
+49 32354-305
bethke@mpp.mpg.de