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#wonachsuchstdu: Das MPI für Physik beim Max-Planck-Tag am 14. September 2018

Am 14. September 2018 findet deutschlandweit der Max-Planck-Tag statt. Unter dem Hashtag #wonachsuchstdu wendet sich der Event an alle, die sich für Forschung interessieren – und hautnah erfahren wollen, mit welchen Themen sich die Institute der Max-Planck-Gesellschaft beschäftigen. In München ist von 11 bis 20 Uhr ein großer Wissenschaftsmarkt mit Ausstellungen, Vorträgen und zwei Science Slams angesetzt. Das MPI für Physik (MPP) ist mit zwei spannenden Exponaten dabei, die zum Mitmachen und Entdecken einladen.

Was passiert, wenn Teilchen kollidieren? Das können die Besucher*innen beim Protonenfußball herausfinden. (Foto: MediaLab/CERN)

Unter dem Hashtag #wonachsuchstdu zeigen die Wissenschaftler*innen der MPG beim Max-Planck-Tag am 14. September 2018, woran sie aktuell forschen.

„Dem Anwenden muss das Erkennen vorausgehen.“ Dieser Satz stammt von Max Planck, dessen Geburtstag sich 2018 zum 160. Mal jährt. Vor genau 100 Jahren erhielt der Wissenschaftler den Nobelpreis für Physik. Und vor 70 Jahren wurde die Max-Planck-Gesellschaft gegründet, die seither die Grundlagenforschung auf Weltniveau betreibt.

Woran die Wissenschaftler*innen der MPG aktuell forschen, zeigt der Max-Planck-Tag, der am 14. September 2018 deutschlandweit stattfindet. Einer der Hauptstandorte ist der Wissenschaftsmarkt  im Herzen von München, an dem sich auch das Max-Planck-Institut für Physik (MPP) beteiligt.

Das MPP untersucht wie sich Elementarteilchen, die kleinsten Bausteine der Materie verhalten – und die Kräfte, die auf sie wirken. Mit ihrer Forschung versuchen die Physiker*innen, mehr über das Universum zu lernen: Wie es entstand, wie es aufgebaut ist und wie es sich in Zukunft entwickelt.

Auf dem Wissenschaftsmarkt präsentiert sich das MPP mit mehreren Vorträgen im Bühnenprogramm:

  • 14:50 Uhr: "Bringt der MADMAX Axionen-Photon Konverter endlich Licht ins dunkle Materie Problem?" mit PD Dr. Béla Majorovits
  • 17:40 Uhr: "Das Proton, das unbekannte Wesen" mit Dr. Iris Abt
  • 19:00 Uhr: Science Slam mit Philipp Gadow, Doktorand bei ATLAS

Außerdem zeigt das Institut ein wichtiges Instrument des ATLAS-Detektors am CERN und ein großes Multimedia-Exponat.

Teilchenphysik zum Mitmachen: Protonenfußball und Teilchentherapie

Warum braucht man Teilchenbeschleuniger? Was kommt heraus, wenn man Protonen aufeinander schießt? Mit einem großes Multimedia-Exponat in der Cafeteria lassen sich die Vorgänge im Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) unmittelbar erleben.

Teilchenkollisionen sind aber nicht nur für Physiker interessant. Mit den Protonenkanonen können auch Tumore behandelt werden: Eine Computersimulation, die die Besucher selbst steuern können, zeigt, wie das funktioniert. 

Myonen: Wichtige Botschafter in der Teilchenphysik

In Zelt 15 erfahren Besucher, wie man Teilchen der kosmischen Strahlung auf der Erde sichtbar machen kann. Dabei handelt es sich um Myonen, schwere Verwandte der besser bekannten Elektronen.

Myonen entstehen bei Protonenkollisionen im LHC und spielen eine wichtige Rolle in der Teilchenphysik: Sie führten die Physiker auf die Spur des Higgs-Bosons, das 2012 vom ATLAS-Detektor entdeckt wurde. Daher sind Instrumente, mit denen sich Myonen messen lassen, für ATLAS enorm wichtig.

Das MPP stellt solche Myonkammern vor und erklärt, wie sie funktionieren. Die Detektoren werden am Institut entwickelt und gebaut. Derzeit arbeiten Wissenschaftler an neuen Modellen: Ab 2026 sollen im LHC noch mehr Teilchen kollidieren – und die Myonkammern müssen dafür fit gemacht werden.