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MAGIC: 15 Jahre faszinierende Gamma-Astronomie

Vor 15 Jahren wurde das erste MAGIC-Teleskop auf der Kanareninsel La Palma eingeweiht, 2009 folgte ein zweites Teleskop ähnlicher Bauart. Beide Instrumente erforschen kosmische Objekte, die energiereiche Gammastrahlen aussenden – zum Beispiel Supernovae oder massereiche, aktive Schwarze Löcher im Zentrum von Galaxien. Den Jahrestag begeht der MAGIC-Forschungsverbund mit einem Symposium vom 26.-29. Juni 2018. Dort diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zentrale Forschungsergebnisse und aktuelle Fragestellungen.

Die MAGIC-Teleskope im Observatorium “Roque de los Muchachos” auf der Kanareninsel La Palma (Foto: IAC)

2003 ging im Observatorium „Roque de los Muchachos“ auf La Palma das mit 17 Metern Spiegeldurchmesser  bisher größte Gammastrahlen-Teleskop in Betrieb. Seit 2009 durchsuchen zwei dieser Teleskope das Universum nach dynamischen, energiereichen Himmelskörpern. Diese strahlen für unsere Augen unsichtbares Licht mit allerhöchster Energie ab – die Gammastrahlung. Mit diesen Beobachtungen wollen Astrophysiker verstehen, welche physikalischen Vorgänge sich zum Beispiel in aktiven galaktischen Kernen abspielen.

Der MAGIC-Forschungsverbund feiert das Jubiläum mit einem wissenschaftlichen Symposium, das vom 27.- 29. Juni 2018 auf La Palma stattfindet. Neben dem Rückblick auf die wissenschaftlichen Erfolge werden dort auch Fortschritte in aktuellen Forschungsfragen erörtert. Die Schwerpunkte liegen dabei auf kosmischer Strahlung, Kosmologie, Neutrinos und Gravitationswellen.

An der Konferenz nehmen etwa 100 Expertinnen und Experten der internationalen MAGIC-Kollaboration teil, der 24 Institute aus 11 Ländern angehören. Dazu zählt auch das MPI für Physik, das maßgeblich am Bau der Teleskopstruktur sowie der Entwicklung der Kameratechnologie und des Kalibrierungssystems beteiligt war.