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Stringtheorie

 

Die Stringtheorie ist eine aussichtsreiche Lösung für ein tiefgreifendes Problem: wie verhält sich die alltägliche Gravitation bei geringen Abständen, in denen sich die Phänomene der Quantenphysik bemerkbar machen?

Im grundlegenden Ansatz der Stringtheorie sind die fundamentalen Objekte der Physik keine Punktteilchen mehr, sondern eindimensionale Objekte, so genannte Strings (englisch für Saiten). Es hat sich gezeigt, dass sich die Strings durch eine zehndimensionale Raum-Zeit bewegen und dort supersymmetrisch sein müssen. Diese Annahme hat viele Konsequenzen, zum Beispiel, dass neben den Strings auch höher-dimensionale Objekte, so genannte D-Branen, vorhanden sind.

Eine zentrale Frage ist, wie sich unsere gewohnte vierdimensionale Raumzeit mit der uns bekannten Physik aus dieser höherdimensionalen Theorie ableiten lässt.

In diesem Zusammenhang beschäftigt sich die Stringtheoriegruppe am MPP mit verschiedenen Kompaktifizierungsszenarien wie zum Beispiel der F-Theorie. Dabei untersuchen die Theoretiker auch, welche Auswirkungen diese für die Teilchenphysik und die Kosmologie haben.

Sie studieren außerdem sie die Quanteneigenschaften von schwarzen Löchern und die Struktur von Quantenstreuprozessen in der Quantenfeldtheorie und Quantengravitation. Weitere Schwerpunkte sind die mathamatischen Eigenschaften von Kompaktifizierungen und insbesondere nicht-assoziative Algebren.

Zudem gibt es in der Stringtheorie überraschende Beziehungen zwischen verschiedenen physikalischen Theorien, so genannte Dualitäten. Eine dieser Dualitäten, die AdS/CFT-Korrespondenz, stellt eine Beziehung zwischen Gravitationstheorien und Quantenfeldtheorien her. Dabei steht AdS für den gekrümmten Anti-de Sitter-Raum und CFT für konforme Feldtheorie. Damit schaffen MPP-Wissenschaftler neue Verbindungen zwischen der Stringtheorie und der Physik der starken Wechselwirkung, die zwischen Quarks und Gluonen herrscht.

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Aktuelle Meldungen

20.04.2016 Veranstaltung/event

Wo liegen die wichtigsten Themen und Trends in der theoretischen Physik? Dieser Frage gehen international renommierte Experten beim Symposium "New Developments in Theoretical Particle Physics" nach. Die Veranstaltung findet vom 18. bis 20. Mai 2016 am Max-Planck-Institut für Physik statt.

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Gruppenmitglieder

Name Funktion Durchwahl www

Averin, Artem

PhD Student 334

Blumenhagen, Ralph, PD Dr.

Scientist 276

wwwth.mpp.mpg.de/members/blumenha/

Fuchs, Michael

PhD Student 427

Garcia Etxebarria, Inaki, Dr.

Scientist 420

Herschmann, Daniela

PhD Student 405

Lüst, Dieter, Prof. Dr.

Director 282

Schulz, Benjamin

PhD Student 334

Stieberger, Stephan, Dr.

Scientist 310

wwwth.mpp.mpg.de/members/stieberg/index.html

Traube, Matthias

Student 464

Vall Camell, Valenti

PhD Student 334

Wolf, Florian

PhD Student 251

du Bosque, Pascal

PhD Student 334

Schlüsselpublikationen

X. Bekaert, J. Erdmenger, D. Ponomarev and C. Sleight,
Quartic AdS Interactions in Higher-Spin Gravity from Conformal Field Theory
Journal of High Energy Physics 1511 (2015) 149  
arXiv:1508.0429

R. Blumenhagen, A. Font, M. Fuchs, D. Herschmann, E. Plauschinn, Y. Sekiguchi, F. Wolf
"A Flux-Scaling Scenario for High-Scale Moduli Stabilization in String
Theory", Nucl.Phys. B897 (2015) 500-554
arXiv:1503.07634

G. Dvali, C. Gomez, R. Isermann, D. Lüst, S. Stieberger
Black Hole Formation and Classicalization in ultra-Planckian 2 -> N Scattering
Nucl.Phys. 893 (2015) 187
arXiv:1409.7405

A. Font, I. Garcia Etxebarria, D. Lüst, S. Massai, C. Mayrhofer
Heterotic T-fects, 6D SCFTs and F-Theory
arXiv:1603.09361